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Joe Mark
Conrad
The Story of Kartoffelsack
Eine amüsante Begegnung zwischen Mensch und Tier
auf Basis wahrer Begebenheiten
Bei Begegnungen zwischen Mensch und Tier entwickelten sich wie weit bekannt schon seid Menschengedenken die seltsamsten Beziehungen. In den meisten Fällen sind es die Menschen, welche für sich auf Basis verschiedenster Argumenten Tiere für sich aussuchen und mit diesen dann in treuer Begleitung gemeinsam durch das Leben gehen. Worte wie, Tiere sind die besseren Freunde. Tiere sind treuer, Tiere sind verständlicher, usw….Die gründe warum Menschen sich Tiere als Lebensbegleiter suchen könnten unterschiedlicher nicht sein. Dazu gibt es unzählige fantastische, absurde, schöne und verrückte und leider auch sehr traurige, tragische und böse Geschichten.
Im Gegensatz kam es auch immer wieder vor dass Tiere sich den Menschen als Freund aussuchen. Bei diesen Konstellationen ist es meistens so dass diese sich einfach so irgendwie, irgendwo begegnen und die Tiere gehen einfach nicht mehr von diesem Menschen weg. Sie schaffen es meisterhaft, des Menschen Gunst für sich zu gewinnen und dabei für sich ein komplett neues und oft auch geborgenes Dasein für sich zu erobern.
Bei der folgenden Geschichte handelt es sich um solche eine Begegnung zwischen mir, dem hier schreibenden, meiner Frau Petra und einem zerzausten halb verhungerten Kater auf einer Insel im Balkan . Es lässt sich dabei nicht so genau definieren. wer da wen ausgesucht hatte. Auf jeden Fall entstand auf dieser Insel im Balkan eine amüsante Symbiose, welche sich bis heute zu einer schönen Gemeinsamkeit und auch einemamüsanten Zusammenleben entwickelt hat
Ich Joe und meine Gattin Petra, also wir zwei leidenschaftlichen Reisevögel begaben uns , es ist schon ein paar Jahre her, mit unserem Wohnmobile Namens Otto auf eine Rundreise durch den Balkan. Genau gesagt durch Slowenien, Kroatien, Montenegro und Albanien. Bereits weder auf dem Rückweg von Albanien bei der einreise nach Kroatien ergab sich für uns die Möglichkeit zwischen zwei Reiserouten zu wählen. Wir entschieden uns dafür, unsere Fahrt nur zum kleinen Teil über die fantastische Magistrale, die vermeintlich schönste Küstenstrasse Europas zu nehmen. wir wollten Hauptsächlich den Seeweg über die Inseln nehmen. Kroatien ist weit über seine Grenzen aus berühmt als Land der tausend Inseln, Die meisten davon sind im Linienverkehr mit Fährschiffen miteinander verbunden und somit auch gut erreichbar. Also begaben wir uns mit unserem Otto auf das Abenteuer Inselhopping von Dubrovnik bis hoch in die Kvarnerbucht. Damit diese Geschichte jetzt nicht den Eindruck erweckt zu einem monotonen Reisebericht zu mutieren, beginne damit nun definitiv an einen sonnigen Vormittag kurz vor der Abreiset auf der der Insel Brac in Richtung Nordwest.
Wir haben uns mit unserem Womo Otto wohl zeitig von unsere schönen Bucht, wo wir ein paar wunderschöne Tage verbracht haben auf den Weg richtung Küste gemacht und erreichten den Fährhafen genau fünf Minuten zu spät. Wir konnten beim einfahren gerade noch zuschauen wie unsere Fähre nach Otok Rab auf der anderen Seite aus den Hafen tuckerte. Das bedeutete für uns wohl nochmals eine Stunde und dreissig Minuten zu warten. Das war weiter nicht so tragisch. Unser Ziel heute war Ziel war Raab mit einem wunderschönen Campingplatz welcher für meine Petra mit vielen Erinnerungen behaftet war. Bereits ab dem zarten alter von acht Jahren verbrachte sie schon mehrmals mit ihren Eltern und Freunden der Familie, mit Zelt und Motorboot unvergessliche Ferien auf diesem schönen flecken Erde. Ein paar Jahrzehnte waren unterdessen vergangen und meine gute Petra stand mitunter kurz vor einer kleinen Reise, zurück in ihre Kindheit.
Petras interessanten Geschichten von damals verkürzten die Wartezeit um einiges und die Zeit ging um wie im Fluge. Wir horchten erstaunt auf als mit tiefen tönen aus dem Nebelhorn bereits die nächste Fähre ihre Ankunft ankündete . Da wir an vorderster Front standen konnten wir uns mit Otto als erste verladen und machten es uns direkt im Bord Restaurant bequem. Kaum das wir einen Cafe getrunken hatten waren die letzten Autos auch verladen und aus dem Nebelhorn kam wieder in tiefen tönen das Signal zur abfahrt. Langsam legte die s Fähre ab und wir nahmen draussen an der Rehling Abschied von der schönen Insel Brac. Die Überfahrt dauerte eineknappe Stunde und schon bald liefen wir im Fährhafen von Otok Rab ein. Es war noch früh am Nachmittag und neues Insel Abenteuer konnte wieder beginnen. Die Faszination meiner Holden bei der Ankunft war natürlich gross. Während der kurzen Autofahrt zum Camping, in Front zum Städchen Rab hörte ich immer wieder ihre stimme, »das kenne ich da war ich auch schon,» natürlich begleitet von kurzen Episoden von ihrer erlebnisreichen Ferienaufenthalten. Sogar der unabhängig von mir vorgebuchte Campingplatz bestätigte sich bei unserer einfahrt wahrhaftig als derselbe wie damals mit ihrer Eltern was sie doch sehr beeindruckte.
Ich durfte mich erst einmal einer anderen Herausforderung stellen Die Damen an der Reception haben es gut gemeint und für uns einen schönen Platz freigehalten, jedoch nicht damit gerechnet das wir mit so einem grossen WoMo einfahren. Meine Telefonische Reservation vor ein paar Tagen wurde in einer Mischung aus Englisch, Italienisch und ein paar brocken Deutsch abgehalten und da sind ein paar Informationen wohl nicht ganz korrekt angekommen. Diefür uns reservierte Parzelle lag an traumhafter Lage direkt am Meer, gleich nebenan war da auch noch das Strandrestaurant mit grosser Gartenterasse. Eigentlich die perfekte Lage, wenn da nicht mitten drinn die zwei grosse Bäume standen wischen welche man sich einquetschen müsste. Bis Dato parkten da immer nur VW Busse oder so ähnliche Kastenwagen die nette Dame am Schalter meinte wir könnten es ja versuchen doch es werde für uns höchstwahrscheinlich nicht passen, als alternative hätte sie allenfalls noch einen anderen Platz, jedoch ganz hinten am Camping. Wir haben die schöne Parzelle am Strand gleich mal angefahren und meine gute Petra als sie schon aus einiger Entfernung das Grundstück erkannte war sich sicher, dass wir da unmöglich zwischen die Bäume passen würden. Ich nahm mir vor, das ganze erst mal aus nächster nähe zu betrachten. Bei der anfahrt wurden wir von den Nachbarn wohl herzlich begrüsst aber auch darauf hingewiesen das wir weiter fahren können weil wir da nicht reinpassen würden. Nach meinem direkten Anschauungsunterricht kam ich zu Schluss, dass wenn man da genau im richtigen Winkel rückwärts reinfährt, das Auto da wohl reinpassen müsste und probierte es gleich aus und siehe da, es funktionierte tatsächlich. Mit einem gute Auge und guten Nerven war das Womo zwischen den Bäumen parkiert. Auf beiden seiten verblieb nur noch eine Handbreit platz aber zum staunen der verwunderten Campingnachbarn und einem aber wirklich total verblüfften Campingwart stand das WoMo unbeschadet auf der Parcelle und wir konnten uns lachend einrichten.
Wohnlich eingerichtet war dann klar, dass wir uns noch ins nahe gelegene Städtchen Rab begeben wollten. Wir hatten unsere Velos dabei und radelten dann gleich mal los. Meine angetraute Reiseleiterin übernahm natürlich gleich die Führung, sie kannte sich schliesslich auch aus. Sie schlug den Weg direkt am Ufer entlang ein, welchen ich klar als Fussweg definierte und das auch anmerkte, doch meine holde Kroatienkennerin lies sich nicht davon beeindrucken, da sei man früher mit dem Velo durch gefahren also gehe das heute auch und trampelte davon. Ich natürlich hinten nach und ich musste eingestehen, es war superschön und es gab dabei auch keine Probleme. Ein wunderschöner Panoramaweg alles am Meer entlang bis zum Hafen und dem Städtchen Raab Wir sind dann die Velos parkiert, sind durch das Städtchen gelaufen, haben die kleinen Läden angeschaut, ein bisschen eingekauft und uns zum Finale beim einkehren zünftig den Kroatischen Essgewohnnheiten erfreut, wobei das gute Bier natürlich auch nicht fehlen durfte. Die Sonne war bereits untergegangen und es war schon beinahe dunkel als wir natürlich auf dem selben Weg, ich behauptete immer noch das es ein Fussweg war, mit vollen Bäuchen wieder zu unserem Otto zurück getrampelt ankamen und uns dann müde von dem erlebnisreichen Tag, schnell mal in unserem bequemen WoMo an den Kissen horchten..
Am anderen Morgen, ich war schon früh auf, sass unter der Markise von unserem Otto und schaute gedankenverloren dem neuen Tag zu wie es langsam hell wurde. In dieser Frühmorgendlichen ruhe hörte ich ein kratzenes Geräusch unter den Tisch und bemerkte einen kleinen Gast der da wundrig rumschnüffelte. Ein magerer zerzauster, noch vom alter nicht definierbarer, man könnte glauben ein Siamkater leistete mir da ein bisschen Gesellschaft. Vermutlich einer von den vielen, wildlebenden Katzenrudel welche hier auf dem ganzen Camping verteilt leben. Frühstück, ging mir durch den Kopf,. Im Otto auf dem Tisch befand sich noch eine Tupperdose mit einer dicken Scheibe Leberkäse vom Vortag. Ich habe mich mich dazu entschieden, diese raus zu holen und den Leberkäse zusammen mit dem Kater zu vertilgen. Das zerzauste halbblinde und vor allem sehr hungrige Tier hat das geteilte Frühstück sichtbar genossen und fühlte sich wohl gut. Er machte auf dem Teppich unter der Markiese ganz ungezwungen noch ein kurzes Verdauungsschläfchen und so schnell wie er gekommen war, so schnell war er nach kurzer Zeit auch wieder weg.. Als dann meine Siebenschläferin um einiges später auch aus der Koje kam, war von dem Kerl nichts mehr zu sehen. Wir beschlossen den heutigen Tag nochmals im nahen Städtchen Rab zu verbringen und machten uns schon beizeiten auf den Weg. Ich erzählte ihr auf dem Weg von meiner Tierischen Begegnung vom Morgen und meine holde war der Meinung das der sicher nochmals kommt damit sie ihn auch sehen kann. Am späteren Nachmittag kamen wir dann ziemlich geschafft vom vielen Velofahren und rumlaufen zurück zum WoMo und machte es uns unter der Markiese bequem, Der Trip in das verschnörkelte Städchen war wohl sehr schön aber auch anstrengend, so dass wir beschlossen den Abend nicht mehr lange draussen zu verbringen sondern im WoMo mit chillen und TV schauen zu verbringen. Als ob er das geahnt hätte, kreuzte der der zerzauste Siam doch noch kurz um das Eck und gab sich schnell mal die Ehre. . Meine liebe Petra war von diesem in ihren Augen, schönen Kerl, zutiefst beeindruckt. Sie sah sofort dass er ein wilder ist und war sofort der Meinung, dass man dem armen Tier auch helfen muss. Das machte dem Vierbeiner auf durchreise offensichtlich keinen Eindruck. Es gab nichts zu fressen, also war er auch gleich wieder weg. Mir war das eigentlich recht so, denn meine allerbeste hatte mir schon vor Reiebeginn angedroht sie habe zu fest Mitleid mit den verwilderten Tieren welche einem immer wieder begegnen und dass ich damit rechnen müsste dass sie von dieser Reise ohne weiteres so ein Tier mit nach Hause nehmen könnte. Ich hoffte insgeheim dass sowas nicht eintreffen wird. Wir hatten zuhause über viele Jahre lang Tiere, meist Hund und Katzen gehabt. Ich war jedoch im Gegensatz zu meiner Petra nie so richtige Liebhaber von Haustieren.. Ich war und bin ein Freiheitsliebender Mensch und weiss genau, Haustiere zu halten bedeutet einer Verantwortung gerecht zu werden und das macht einem unheimlich abhängig. Wir lebten die letzten eineinhalb Jahre ohne Hund und Katzen und ich muss ehrlich sagen, das hat mir sehr gut gefallen. Also, es war mir mehr als recht, dass dieser streunende Kater wieder abhaute bevor meine allerbeste aktiv werden konnte. Dieser Abend war gut und verlief dann wirklich im WoMo mit einem Tatort im TV welchen meine holde Kriminalistin auf ein neues wieder einmal komplett verschlafen hatte.
Der neue Tag entpuppte sich zum wahrsten Katertag. Nicht weil wir etwa am Vorabend getrunken hätten, nein, aber der zerzauste Siam Kater schaffte es tatsächlich den ganzen Tag zum Thema Nummer eins zu werden
Das schlaue Tier war heute Morgen bereits anwesend als meine Tatortverrückte Siebenschläferin auf unserem Sitzplatz unter der Markiese ihren ersten Morgencafe genoss. Der Kater lag mit einer unbeschreiblichen Selbstverständlichkeit als würde er schon Jahre da wohnen auf dem Teppich und hat es allein mit seinem dreisten dasein in kürzester Zeit geschafft, Madame völlig in seinen Bann zu ziehen. Ich hätte da mit meinem Leberkäsfrühschtück zusammen mit dem Kater am Tage zuvor was angerissen und deswegen brauche der auch heute ein gutes Frühstück, hörte ich sie noch sagen. Gleichzeitig schnappte sich eine leere Einkaufstüte und weg war die Madame. Es dauerte gar nicht lange, da war sie schon wieder zur stelle, mit dem untrschied dass die Einkaufstüte jetzt prall gefüllt mit Kite Kat uns solchem Zeugs war. Der schelmische Kater, als ob er sein Glück gespürt hätte, hat brav unter dem Auto auf ihre Rückkehr gewartet und hat vermutlich bereits von seinem bevorstehenden Sommermärchen geträumt. Mit recht, der arme Kerl wurde nämlich per sofort mit Petras feinen Sachen gefüttert und das war noch nicht alles. So ein schöner Kater brauchte unbedingt auch einen Namen und so wurde gleichzeitig auch noch von ihr getauft. «Er hörte jetzt per sofort nur noch auf den Namen Conrad*liess sie verlauten.
Dem frisch getauften Conrad schien das ganze auch noch zu gefallen, denn er machte von da weg überhaupt keine Anstalten mehr, unserer Parzelle auch nur kurzfristig zu verlassen. Nach dem ausgiebigen Festmahl hielt er seinen Verdauungsschlaf gleich auf dem Fussabtreter vor der Türe ab. Der Kroatische Schlaumeier mit deutschem Namen wollte auf keinen Fall mehr was verpassen. Meine von Glücksgefühlen erfüllte Ehefrau und Katerbetörerin war sich insgeheim schon ganz sicher, den schönen Kater Conrad, den nimmt sie mit nach Hause. Diplomatisch wie ich sie auf diese weise gar nicht kannte, hat sie mir davon natürlich noch nichts gesagt, doch die Weichen für den Weg wie sie mir das beibringen wollte, diese hatte sie für sich alle schon gestellt. Es lag spürbar etwas in der Luft und ich, ich ahnte schlimmes. Am selben Vormittag gesellte sich noch eine ältere Dame welche drei Parzellen neben uns mit ihrem Mann in einem Wohnwagen hauste zu uns. Sie hatte Katzenfutter in der Hand zu uns, sie war auf der suche nach dem struppigen immer hungrigen Siam welchen sie noch füttern wollte. Der unterdessen vollgefresene Kater reagierte in keiner weise auf ihre lockrufe, dafür wurde meine Petra aktiv. Sie verwickelte die alte Dame gleich in ein Gespräch bei welchem meine Heimlichtuerin diese natürlich über ihre Begegnung mit dem Kater sowie ihre absichten damit eingeweiht hat. Diese zeigte sich hell begeistert wie sich meine holde bereits um das arme Tier gekümmert habe und sie konnte ihr vorhaben in allen Belangen nur unterstützen. Nun wurde auch ich zu dieser fröhliche Damenrunde eingeladen. Sofort an mich gewendet erzähle sie wie sie früher Katzen gerettet haben und wie Dankbar sich diese Tiere dann zeigten. Mann müsse sich das wirklich gut überlegen denn auch dieser arme Siam Kater würde sicher, spätestens im Herbst bei der Campingräumung vom Personal im Meer ersäuft werden. Für meine Emotionsgeladene Tierliebhaberin waren diese Worte wie Benzin im Feuer und sie wurde in ihrem Vorhaben nur bestärkt. . Das der arme Kater ersäuft wird, das ging nun mal ganz und gar nicht. Jetzt ging es ihr mit vollstem Einsatz nur noch um eines, um mich, den hier schreibenden für ihr vorhaben noch gerade zu biegen. Mein Statement war eigentlich klar und deutlich, « Es werden keine Tiere mit nach Hause genommen, ich möchte auch keine Tiere haben weil ich gerne meine Freiheit geniessen möchte.